Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)


Eine krankhafte Verengung an den Arterien der Arme und Beine wird als periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) bezeichnet. In mehr als 90 Prozent der Fälle sind die Gefäße im Becken und in den Beinen betroffen.

Diese Verengungen der Beinarterien führen zu Durchblutungsstörungen in den Beinen und zwingen die Betroffenen zu Gehpausen. Daher wird die Erkrankung auch als Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) bezeichnet. In über 95 Prozent der Fälle ist Arteriosklerose die Ursache der pAVK.

In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung über 55 Jahren an Durchblutungsstörungen. Männer sind fünfmal häufiger betroffen als Frauen. Die Hälfte der Betroffenen hat Verengungen der Oberschenkelarterie, etwa ein Drittel hat Einengungen der Beckengefäße und bei den restlichen 20 Prozent sind die Unterschenkelgefäße betroffen. Viele Menschen schränken ihr Leben derart ein, dass ihnen die Symptome nicht auffallen. Nur ein Drittel der Betroffenen nimmt die Beschwerden wahr.

Menschen mit einer pAVK haben in den allermeisten Fällen auch Verkalkungen anderer Gefäße. Sie erleiden doppelt so häufig einen Schlaganfall, und jeder zweite Patient mit einer Claudicatio hat auch Verkalkungen der Herzkranzgefäße (KHK). Umgekehrt haben 20 Prozent der Patienten mit einer KHK auch eine pAVK.